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Als '''Tropfsteinhöhle''' wird umgangssprachlich eine bezeichnet, deren Inhalt von Tropfsteinen gekennzeichnet ist. Viele n, also Höhlen die öffentlich zugänglich sind und in denen Führungen angeboten werden, werden als Tropfsteinhöhlen bezeichnet. Ein gut erschlossenes Wegenetz ermöglicht eine gefahrlose Besichtigung der repräsentativ angestrahlten natürlichen Gebilde.

Stalagmiten und Stalaktiten

Tropfsteine, die von der Höhlendecke in Richtung Boden wachsen, werden Stalaktiten genannt. Die vom Boden nach oben wachsenden nennt man Stalagmiten. Verbinden sich beide, spricht man von einem Stalagnaten. Das Material, das die Tropfsteine formt, nennt man Sinter. Voraussetzung für die Bildung von Tropfsteinhöhlen ist ein hoher Gehalt an gelösten Mineralien ? in der Regel Kalk ? im Wasser, die sich in der Höhle ablagern.

Begriffliche Einordnung

Der Begriff Tropfsteinhöhle wurde bereits im 19. Jahrhundert von den ersten Höhlenforschern geprägt und hat über populärwissenschaftliche Publikationen den Eingang in die Umgangssprache gefunden. Ursprünglich waren damit jedoch in der Regel Höhlen gemeint, die Tropfsteine besitzen. So schrieb nicht gebräuchlich.
In vielen wissenschaftlichen Büchern, sowohl in historischen

Betrachtet man die , kann man feststellen, dass 6 von 50 Höhlen den Begriff im Namen tragen. Davon sind drei n und die anderen drei sogenannte , also Höhlen, die sich bei der Ablagerung von Kalktuff als n bildeten. Diese Bezeichnung leitet sich vermutlich davon ab, dass Kalktuff auch als tropfender Stein (Tropfstein) bezeichnet werden kann; es handelt sich also um Höhlen ''in'' Tropfstein. Nur so lässt sich rechtfertigen, dass alle drei Tuffhöhlen unter den Schauhöhlen in Deutschland diesen werbeträchtigen Begriff im Namen tragen, obwohl sie entweder gar keine oder äußerst unscheinbare Tropfsteine besitzen.

Der heutige Gebrauch des Begriffs beschränkt sich ausschließlich auf den touristischen und museumspädagogischen Aspekt des Vorkommens von Tropfsteinbildungen.

Siehe auch


Einzelnachweise